Egal, wie man es ausdrückt, es gehört zum Selbstverständnis des Heinrich-Heine-Gymnasiums unsere begabten, leistungsstarken und leidenschaftlich neugierigen Kinder in ihrer schulischen Entwicklung gezielt zu begleiten.
Spätestens seit der Entwicklung unseres Leitbildes und den darin formulierten Leistungsanspruch fokussiert unsere Schule dabei konzeptionelle Entwicklungen und Maßnahmen im Rahmen der Begabungsförderung, wie man beispielsweise in unserem breit angelegten Begabungsförderungsprogramm erkennen kann.
Stephan Kruber, Koordinator Begabungsförderung
LEBL-Seminare
Kinder der Jahrgänge 6 bis 9 werden bei uns geLEBELT. LEBL kommt von Lernentwicklungsblatt und bedeutet: für bestimmte, leistungsstarke und besonders begabte Kinder wird ein Lernentwicklungsblatt angelegt; und diese Kinder werden gesondert gefordert. Die Verbindlichkeit des Lernentwicklungsblattes ist mittlerweile aufgehoben.
Die Kinder erhalten Einladungen zu jahrgangsübergreifenden Seminaren mit Workshop-Charakter zu besonderen Themen. Die Teilnehmerzahl liegt dabei in der Regel zwischen 7 und 12 Kindern.
Diese Workshops finden zumeist parallel zum regulären Unterricht statt, denn den ausgewählten Schülerinnen und Schülern wird zugetraut, den entgangenen Unterrichtsstoff selbstständig nachzuholen. Unser Ziel ist es, die Neugierde bei den LEBL-Schülern und -Schülerinnen zu wecken und zugleich deutlich zu machen, dass am Gymnasium gute Leistungen, Interesse und besondere Wissbegierde auch „belohnt“ werden. In den vergangenen Schuljahren sind jährlich regelmäßig über 100 Schüler und Schülerinnen geLEBLt worden.
Junge Forscher
Zielt unser Ansatz der LEBL-Seminare auf die Förderung von in der Breite leistungsstarken Schülerinnen und Schülern, so richtet sich die Maßnahme der „Jungen Forscher“ an jene Schülerinnen und Schüler, die nur in einzelnen Fächern besonders leistungsstark sind oder besondere Begabungen aufweisen.
Unsere jungen Forscher und Forscherinnen arbeiten in einem Fach unterrichtsbegleitend weitgehend selbstständig an einem zeitlich und inhaltlich mit dem Fachlehrer abgesprochenen Projekt oder auch Wettbewerb. Die Interessen der Kinder sollten dabei Berücksichtigung finden. Die Schülerinnen und Schüler können für die Erarbeitung dieses Projektes für einzelne Stunden vom Fachlehrer befreit werden und beispielsweise im Studienzentrum arbeiten. Am Ende der „Forschung“ sollte nach Möglichkeit ein präsentables Ergebnis erzielt werden, welches der Klasse oder der Schulöffentlichkeit vorgestellt werden kann.
Das Angebot richtet sich an alle Klassenstufen. Im Gegensatz zu den LEBL-Seminaren versäumen die Kinder hierbei ausschließlich Unterrichtsstoff in dem Fach, in dem sie besonders leistungsstark oder besonders begabt sind.
HEINE–Förderteam
Auf den Zeugniskonferenzen von ihren Lehrern nominierte leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und 11 unterstützen individuell oder in unseren Förderkursen Schülerinnen und Schüler der Beobachtungs- und Mittelstufe mit fachlichen Defiziten. In diesem Format erwerben und erproben unsere begabten Jugendlichen weitere vielfältige Kompetenzen auch in sozialen und kommunikativen Bereichen, die für diese Aufgabe unerlässlich sind.
Weitere Förderangebote
Das HEINE bietet zahlreiche Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtkurse an, in deren Rahmen leistungsstarke und begabte Schülerinnen und Schüler auch immer wieder Tätigkeitsfelder und Wettbewerbe finden können, um ihren Horizont zu erweitern und ihren Bildungshunger zu stillen, auch wenn diese Angebote nicht ausschließlich für die „Begabten“ ausgerichtet sind.
Besonders herauszuheben ist am Heinrich-Heine-Gymnasium hier beispielsweise der sogenannte T-Club, in dem sich die Schülerinnen und Schüler kreativ mit Technik beschäftigen können und zahlreiche technische Dinge gebaut und ausprobiert werden können. Gleichzeitig baut das Konzept dieses Projektes auch auf eine Wissens- und Kompetenzvermittlung auf. So geben „erfahrene“ T-Club-Mitglieder ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die neuen AG-Mitglieder weiter. Bereits zwei Mal wurde dieses Projekt im Rahmen des Schulwettbewerbs „Unsere Schulen“ der Claussen-Simon-Stiftung ausgezeichnet.
Im Rahmen außerschulischer Angebote werden zudem regelhaft einzelne Schülerinnen und Schüler für Wettbewerbe oder zur ergänzenden Förderung nominiert. Beispielhaft wären hier die KreSch-Workshops der BbB, das Juniorstudium oder die Deutsche Schülerakademie zu nennen.
Hinzu werden bedarfsorientiert auch Maßnahmen der Akzeleration angeboten, wobei die Schülerinnen und Schüler als auch die Eltern durch Beratung und Begleitung im Prozess involviert sind.