Sprache ist weit mehr als ein Mittel zur Verständigung – sie öffnet Türen zu Bildung, Teilhabe und persönlicher Entwicklung. Nach § 28a des Hamburger Schulgesetzes ist Sprachförderung daher eine zentrale Aufgabe aller Schulen. Sie soll Schülerinnen und Schüler mit sprachlichen Schwierigkeiten gezielt unterstützen und ihnen einen gleichberechtigten Zugang zu allen Lern- und Lebensbereichen ermöglichen.
Am HEINE wird Sprachförderung systematisch und datengestützt umgesetzt. Grundlage bildet die regelmäßige Diagnostik in den Jahrgängen 5 bis 8. Dabei kommen zwei zentrale Verfahren zum Einsatz:
Der SCHNABEL‑Test („schreiben (ist das Ergebnis von) nachdenken, anwenden, behalten, erfolgreich lernen“) erfasst die Rechtschreibfähigkeiten der Kinder. Durch verschiedene Wort- und Satzdiktate werden typische Fehlermuster sichtbar, die anschließend individuell ausgewertet werden. Die Ergebnisse zeigen, ob ein Förderbedarf im Bereich der Rechtschreibung oder des schriftsprachlichen Ausdrucks besteht und bilden die Grundlage für passgenaue Trainingsangebote und mögliche Nachteilsausgleiche (s.u.).
Der LIFT‑Lesetest („Lesekompetenzen individuell fördern und testen“) misst die Lesegeschwindigkeit, das Textverständnis und die Lesegenauigkeit. Er hilft, Schülerinnen und Schüler zu identifizieren, die Schwierigkeiten beim sinnerfassenden Lesen haben. Auf Basis dieser Diagnose können gezielte Lesetrainings oder kombinierte Kurse (Lesen + Schreiben) gebildet werden, um Grundlagen schrittweise zu festigen.
Die daraus entwickelten Sprachtrainingskurse finden in kleinen Gruppen statt. Hier werden Lesen, Schreiben und Sprachbewusstsein systematisch gefördert. Im Mittelpunkt steht eine positive Fehlerkultur: Fehler gelten nicht als Misserfolg, sondern als Chance zum Lernen.
Ein wichtiger Baustein sind zudem Nachteilsausgleiche, die Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen oder Schreiben entlasten, ohne die fachlichen Anforderungen zu senken.
Sprachförderung verstehen wir als gemeinsame Verantwortung der gesamten Schulgemeinschaft. Sie lebt von Offenheit, Zusammenarbeit und der Überzeugung, dass Sprache der Schlüssel zu Bildung und Teilhabe ist. Unser Ziel ist es, jedem Kind am HEINE zu ermöglichen, sprachlich zu wachsen – und damit auch persönlich über sich hinauszuwachsen.
Falls Sie Beratungsbedarf haben oder bestimmte Fragen einer Klärung bedürfen, kontaktieren Sie mich gern via E-Mail.