Das Fach Geschichte wird bei uns von der 7. bis zur 10. Klasse als Pflichtfach unterrichtet, in der 9. Klasse mit vier Wochenstunden, in der 7., 8. und 10. Klasse mit zwei Wochenstunden. In der Profiloberstufe ist Geschichte im Profil 3 profilgebendes Fach und für die Schülerinnen und Schüler der anderen Profile ein zweistündiger Wahlkurs.
Geschichtsunterricht soll dazu befähigen, Probleme und Merkmale der Gegenwart als Ergebnis historischer Prozesse zu begreifen sowie zur Teilhabe am kulturellen Gedächtnis beitragen. Er soll damit die Schülerinnen und Schüler befähigen, im Rahmen der demokratischen Möglichkeiten politisch zu handeln und ihre Identitätsfindung unterstützen.
Diesem Ziel dient der Geschichtsunterricht, indem er
- Orientierungswissen vermittelt und
- Kompetenzen einübt.
Orientierungswissen
Orientierungswissen beinhaltet zentrale Namen, Daten, Sachzusammenhänge, Leitbegriffe und Erklärungsansätze. Dabei treten reine Jahreszahlen deutlich zurück hinter der problemorientierten Beschäftigung mit Strukturen und Prozessen.
In der Profiloberstufe werden vier grundlegende Problembereiche aufgegriffen und längsschnittsorientiert und dabei auch auf höherem Reflektionsniveau als in der Mittelstufe behandelt.
Kompetenzen
Wenngleich zumindest jüngere Schülerinnen und Schüler den Unterricht weitgehend als Durchgang durch den Stoff wahrnehmen, so zielt Geschichtsunterricht ebenso auf den Aufbau von Kompetenzen ab, was im Laufe der Jahre nur schrittweise erfolgen kann. So wird Unterrichtsstoff an bestimmten Materialien erarbeitet und das Einüben eines angemessenen Umgangs mit diesen Materialien ist gleichrangiges Unterrichtsziel (Methodenkompetenz). Ferner sollen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit erwerben, über Vergangenes begründete Sachurteile und reflektierte Werturteile zu fällen (Urteilskompetenz). Außerdem sollen sie die Fähigkeit erwerben, entstehungs- und wirkungsgeschichtliche Verknüpfungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu nutzen, um sich in der Gegenwart zurechtzufinden (Orientierungskompetenz).
Ob aus der Finanzkrise von 1929, Pandemien wie der Spanischen Grippe oder dem Aufstieg autoritärer Kräfte zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Am Ende ihrer Schullaufbahn sollen unsere Schülerinnen und Schüler ein Geschichtsbewusstsein ausgebildet haben, welches sie in die Lage versetzt aus der Geschichte zu lernen.
Oder um es mit Mark Twain zu sagen: „History doesn‘t repeat itself, but it often rhymes.“